Lebenslauf in Englisch

Einen Lebenslauf in Englisch zu verfassen unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten vom gewohnten Lebenslauf auf deutsch. Dies beginnt schon bei der Bezeichnung des Lebenslaufs an sich.

Different Countries Different Names
In Großbritannien spricht man hierbei von einem „curriculum vitae“, abgekürzt einfach „CV“. Im übrigen englischsprachigen Raum, also von Australien und Neuseeland bis hinüber nach Amerika, hat sich der Terminus „résumé“ durchgesetzt. Im Englischen benutzt man den Begriff „curriculum vitae“ auch als Überschrift, wobei in einem „résumé“ von einem Titel gänzlich abgesehen wird, der Lebenslauf also direkt mit den Daten des Bewerbers beginnt.

Struktur
In englischsprachigen Lebensläufen ist es darüber hinaus nicht üblich, ein Bewerbungsfoto mitzusenden. Sehr üblich ist es hingegen, den Lebenslauf rückwärts chronologisch aufzubauen, also mit der Berufserfahrung, persönlichen Erfolgen und besonderen Kenntnissen zu beginnen, und sich dann erst der Ausbildung bzw. Schulausbildung zuzuwenden. Hierbei gilt es, ähnlich wie in einem deutschen Lebenslauf, durchaus knappe und präzise Formulierungen zu verwenden.

Umfang
Die generelle Länge eines englischsprachigen Lebenslaufs ist ebenfalls standardisiert, was bedeutet, dass sich ein Bewerber ohne Berufserfahrung auf eine DIN-A4-Seite beschränken sollte, wohingegen ein Bewerber mit Berufserfahrung nicht mehr als zwei DIN-A4-Seiten verwenden sollte. Ein weiteres wichtiges Detail und eine weitere Unterscheidung zu einem deutschen Lebenslauf, ist die Tatsache, dass in einem „curriculum vitae“ oder „résumé“ weder Datum, Ort, noch Unterschrift an das Ende des Dokuments gesetzt werden und damit komplett wegfallen.



Besonderheiten
Was jedoch tatsächlich in einen solchen Lebenslauf gehört, sind folgende Angaben:

  • Personal Data: Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeiten
  • Summary: besondere Angaben zur Person, wie zum Beispiel Stärken, spezielle Kenntnisse, sonstige, berufsspezifische Erfahrungen
  • Objective: was ist mein nächstes Karriereziel?
  • Work Experience: Berufserfahrung
  • Education: Studium – Berufsausbildung – der letzte Schulabschluss
  • Additional Skills: zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse
  • Training: Weiterbildung (wenn vorhanden)
  • Hobbies: wenn sie relevant sind für die Stelle
  • Memberships: zum Beispiel Ehrenämter
  • References: persönliche Empfehlungen

Wieder gilt: kurz und präzise. Es sollte sich um relevante Informationen handeln, die tatsächlich auch den Job betreffen, für den man sich bewirbt. Erwähnt werden können dabei auch Mitgliedschaften in bestimmten Organisationen, freiwillige oder ehrenamtliche Arbeit (volunteer work), oder auch bestimmte Computerfertigkeiten (computer skills).

Wenn Hobbys erwähnt werden, sollte es sich um aktive Freizeitbeschäftigungen handeln. Passive Banalitäten wie „I like to read books and watch TV“ sind meist irrelevant und sollten daher vermieden werden, da die Angaben zur Freizeitgestaltung das Persönlichkeitsbild mitdefinieren.