Handgeschriebener Lebenslauf – gibt’s den überhaupt noch?

Die Antwort ist: Ja, es gibt immer noch Unternehmen, die mehr von ihren Bewerbern erwarten als Standard-Lebensläufe, schnell am Laptop oder Tablet erstellt. Die wollen, dass ihre zukünftigen Mitarbeiter auch ungewohnte Aufgaben zielorientiert lösen.

Für diese Betriebe und deren Führungskräfte ist der handschriftliche Lebenslauf die erste Hürde im Rekrutierungsverfahren. Wer hier patzt, fliegt raus! Lesen Sie deshalb hier, worauf Sie bei einem handgeschriebenen Lebenslauf achten müssen und wie Sie K.-o.-Fehler vermeiden.

Papier und Füller

Verwenden Sie gutes Schreibpapier und einen Füller. Das Schreibpapier bekommen Sie in jedem Schreibwarengeschäft, haben Sie selbst keinen Füller, dann leihen Sie sich einen – sicher hat jemand in der Familie einen echten Füllfederhalter.

Ein absolutes No-Go ist Kopierpapier, weil es zum Beschreiben zu dünn ist und die Tinte deshalb leicht schmiert. Und weil jeder, der den Lebenslauf in die Hand nimmt, sofort sieht, dass Sie entweder nicht nachgedacht haben oder dass es Ihnen nicht so wichtig war. In beiden Fällen kein gutes Vorzeichen, um in die engere Auswahl zu kommen.

Übung macht den Meister

Entwerfen Sie zunächst den Lebenslauf am Computer. Muster und Vorlagen dazu finden Sie im Netz. Lassen Sie ihn durch das Rechtschreibprogramm laufen, dann korrigieren und überarbeiten Sie ihn. Zuletzt sollte ihn ein Freund noch einmal Korrektur lesen. Denn der Text muss nicht nur alle relevanten Informationen (hinsichtlich der ausgeschriebenen Stelle) über Sie und Ihren bisherigen Lebensweg beinhalten, er darf definitiv keinen Fehler enthalten, nicht einmal einen kleinen stilistischen Ausrutscher.

Steht der Text, dann beginnen Sie mit dem Schreiben, zunächst nur im Trainingsmodus. Schreiben Sie zwei, drei Versionen und wenn Sie sich sicher fühlen, dann nehmen Sie das unlinierte Schreibpapier und legen los. Beschreiben Sie möglichst nicht mehr als zwei Seiten, mehr langweilt oder überfordert den Leser.

Schreiben Sie langsam, denn nur so entwickelt sich ein akzeptables Schriftbild. Niemand erwartet von Ihnen kalligraphisches Talent, lesbar sollte der Text aber sein. Eine positive ästhetische Anmutung Ihrer Handschrift verschafft Ihnen Pluspunkte vor Ihren Mitbewerbern. Lassen Sie den Text aber nicht von einem Dritten schreiben, spätestens mit der Unterschriftszeile fliegt der Schwindel auf und Sie raus (aus dem Bewerbungsprozess).

Sicherheitshalber können Sie ein Blatt Linienpapier unter das Schreibpapier legen, so läuft Ihre Schrift gerade, die Abstände zwischen den Zeilen und die Blattränder sind gleich. Auch Löschpapier, unter die Schreibhand gelegt, kann Abdrücke und Schmierereien verhindern. Sollten Sie sich verschreiben, dann korrigieren Sie bitte nicht, sondern beginnen wieder von vorne.

Ein Beispiel für ein Handgeschriebenen Lebenslauf:

MUSTER_Handschriftlicher-Lebenslauf